Pädagogische Zielsetzung
Der Bauernhof ist allen Kindern, Jugendlichern und Erwachsenen Besuchern zugänglich. Schulklassen, Kindergärten und andere Gruppen können ihn an Vormittagen besuchen und dort eventuell ihre eigenen Projekte verwirklichen, um ihr theoretisch erworbenes Wissen hautnah zu erleben. Durch den Umgang wird im frühen Alter die Angst vor Tieren genommen. Durch häufige Besuche im Kindergartenalter wachsen Kinder in den Hofalltag hinein und entwickeln eine Beziehung zur Natur und zu den Tieren. Die Angebote des Kinderbauernhofes werden von Schulkindern nach der Schule genutzt und in den Ferien auch ganztags mit speziellen Ferienangeboten.
Auf dem Kinderbauernhof leben überwiegend vom Aussterben bedrohte alte Tierrassen. Dieses dient dem besonderen Erhalt und der Demonstration dieser Tierrassen. Derzeit leben hier: Thüringer Waldziegen, rauhwollige pommersche Landschafe, Bentheimer Landschafe, Vorwerkhühner sowie Leinegänse und Diepholzer Gänse . Zu den nicht vom Aussterben bedrohten Hausstierrassen zählen 2 Zwergesel, Kater Karlo, diverse Kaninchen, Minischweine und Meerschweinchen auf dem Kinderbauernhof. Für Kinder aus moslemischen Familien kommt eine Tierhaltung in der Wohnung aus religiösen Gründen z. B. nicht in Frage, da sie als „unrein“ gelten. Der Bauernhof bietet diesen Kindern eine wunderbare Gelegenheit, sich mit Tieren zu beschäftigen. Behinderte Kinder und Jugendliche werden mit pädagogischer Hilfe den Hof kennenlernen. Durch den Umgang mit Tieren können auch therapeutische Fortschritte gemacht werden.
Jugendliche werden in bestehende Angebote eingebunden und damit befähigt, später auch eigene Angebote leiten oder jüngere Kinder an den Bauernhof heranführen zu können. Eltern dürfen hier gemeinsam mit ihren Kindern arbeiten, die Freizeit verbringen und andere Erwachsene kennenlernen. Sie können den Kinderbauernhof aber auch finanziell, durch Sachspenden oder als ehrenamtliche Helfer unterstützen, z. B. bei Ferienaktionen, der Gartenbearbeitung, bei Festen etc.
