Schafe


Silka (Rauhwolliges Pommersches Landschaf)

 

Auf dem Kinderbauernhof leben drei verschiedene Schafarten:  Das Ostfrisisches Milchschaf (keine alte Haustierrasse), das Rauhwollige Pmmersche Landschaf und das Bunte Bentheimer Landschaf (alte Haustierrassen).

Das Rauhwollige Pommersche Landschaf. Die Vliese der heutigen Rauhwolligen Pommerschen Landschafe gleichen denen ihrer Vorfahren aus der Frühzeit im wahrsten Sinne des Wortes bis aufs Haar. Textilforscher nahmen zunächst an, man habe seinerzeit Hirschhaare in die Wollfasern eingearbeitet. Es gelang durch Wollproben und Vergleiche nachzuweisen, dass die damaligen Schafe in Pommern, genau wie ihre heutigen Nachfahren, Kurzhaare in ihrer Wolle besaßen. Die dadurch entstehenden hautaktiven Luftzwischenräume innerhalb des Vlieses regulieren ganz nach dem Befinden des Tieres die Wärmewirkung. Die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe trotzten allen Witterungsunbilden - Regen, Nässe und kaltem Wind. Ihre Wolle eignete sich für witterungsfeste Pullover besonders gut.
Als jedoch Schafe nur nach Wollfeinheit und Fleischfülle beurteilt wurden, gerieten die Rauhwoller ins Abseits. Um die Mitte unseres Jahrhunderts gab es noch Zigtausende Rauhwoller . Doch dann setzte bald der verhängnisvolle Trend nach Vereinheitlichung ein, dem schon so viele Tierrassen zum Opfer gefallen sind. Auch das Rauhwollige Pommersche Landschaf verschwand fast vollständig von der Bildfläche. Eine Zählung hatte es ans Licht gebracht:
ganze 46 Muttern, acht Jährlinge und sieben Böcke gab es noch. Die UNO setzte diese alte Landschafrasse auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Haustierrassen. Das Bentheimer Landschaf ist das größte deutsches Moor- und Heideschaf; Die Farbe des Haarkleides ist reinweiß, auffallend sind die dunkleren Partien um Augen, Ohren und an den Beinen. Die Nase ist leicht geramst, der Schwanz lang und bewollt. Ihre Hauptverbreitung liegt im westlichen Niedersachsen und im Rheinland. Sie wurden in der Grafschaft Bentheim und Lingen (Emsland) gezüchtet und entstanden aus einer Kreuzung zwischen einheimischen Marsch- und Heideschafen mit dem holländischen Drentheschen Heideschaf. Der Gesamtbestand umfasst noch ca. 1000 Tiere.Sie gelten als stark gefährdet laut der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.